Die Junge Union im Rheingau-Taunus-Kreis hat am Sonntag, den 25.10., die Weichen für die Kommunalwahl im März 2021 gestellt. In einer besonderen Kreisdelegiertenversammlung beriet der CDU-Nachwuchs hierzu in Präsenz gemeinsam einen Programmentwurf und einen Listenvorschlag zur Neuwahl des Kreistages im Zuge der am 14. März stattfindenden Kommunalwahl. Dabei kamen JU-Mitglieder aus dem ganzen Kreisgebiet zusammen, um gemeinsam über Inhalte und Personal zu debattieren und abzustimmen. Die Veranstaltung fand mit einem strengen Hygienekonzept im Kino Bambi & Camera in Bad Schwalbach statt.

„Die Junge Union ist die größte und die aktivste Jugendorganisation im Rheingau-Taunus-Kreis. Mit der Kommunalwahl haben wir die Möglichkeit, nicht für einen Bundestags-, Landtags- oder Landratskandidaten Wahlkampf zu machen, sondern für uns selbst. Dementsprechend möchten wir uns mit einem eigenen Programm und einer eigenen Liste als selbstständiger Teil innerhalb der CDU behaupten. Wir vertreten die Interessen der jungen Generation und möchten das ab dem 14. März auch nicht nur innerhalb der Partei, sondern auch in den Parlamenten tun. Ohne die Junge Union darf nach der Kommunalwahl nichts mehr laufen!“, so der JU-Kreisvorsitzende Lukas Brandscheid in seiner Rede an die Delegierten.

Inhaltlich setzt die Junge Union dabei drei Themenschwerpunkte, um die sie sich besonders kümmern möchte: Mobilität, moderne Schulen und Digitalisierung werden die Themen sein, mit denen die Junge Union in den Wahlkampf zieht. Der Kreisvorsitzende Brandscheid machte dabei deutlich, dass es nicht das Ziel sei, in Konkurrenz mit der CDU zu treten. Die Junge Union wolle insbesondere für junge Menschen das Signal senden, dass Zukunftsthemen durch die JU-Kandidaten auf den Listen der CDU starke Vertreter hätten.

So fordert die Junge Union beispielsweise eine wettbewerbsfähige Neuausrichtung des öffentlichen Personennahverkehrs im Rheingau-Taunus-Kreis, den Bau der City-Bahn und unabhängig davon die schnellstmögliche Wiederinbetriebnahme der Aartalbahn, zudem dauerhafte 30-Minuten Taktungen im Zugverkehr nach Frankfurt, der sowohl im Rheingau als auch im Idsteiner Land auf einen 15-Minuten-Takt in Stoßzeiten ausgeweitet werden soll, eine eigene Radstrategie des Kreises und den Einsatz für eine Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim. „Wir möchten Mobilität schaffen, die Menschen verbindet. Mit täglich über 40.000 Auspendlern aus dem Rheingau-Taunus-Kreis ist klar, dass die individuelle Mobilität durch das Auto der wichtigste Verkehrsträger ist. Zugleich müssen wir einen kooperativen Wettbewerb zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern schaffen, um durch intelligente Vernetzung moderne Mobilität zu schaffen“, fasst Sebastian Willsch zusammen, der für die JU Themen Mobilität und Kreisentwicklung federführend verantwortet.

Im Bereich der Modernisierung der Schulen setzt es sich die Junge Union zum Ziel, Röhrenfernseher
und Tageslichtprojektoren aus den Schulen zu verbannen: Der CDU-Nachwuchs fordert, dass jeder
Schüler eine digitale Lernumgebung zur Verfügung gestellt bekommt. Hierzu zählt beispielsweise die
Ausstattung mit Tablets und mit internetfähigen Medien in jeder Klasse. Darüber hinaus fordert die
Junge Union ein Sonderprogramm des Kreises für den Glasfaserausbau in öffentlichen Einrichtungen,
eine Stärkung der Schulsozialarbeit, den Erhalt wohnortnaher Grundschulen sowie eine
flächendeckende Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. „Wir möchten, dass der Rheingau-Taunus-
Kreis hochmodernde und zugleich differenzierte Schulen hat. Eine individuelle Schullandschaft ist ein
entscheidender Standortfaktor für die Attraktivität unseres Kreises für Familien. Zugleich müssen wir
auf die Entwicklungen der letzten Jahre entsprechend reagieren und die Schulen müssen digital
ertüchtigt werden – das gilt nicht nur für den Unterricht, sondern auch für die Verwaltung“, führt
Brandscheid aus.

Im dritten Programmabschnitt beschäftigt sich die Junge Union mit der Digitalisierung und dem Ausbau
digitaler Infrastruktur. Hier legen die Jungpolitiker insbesondere Wert darauf, die Funklöcher im
Kreisgebiet zu beseitigen und einen flächendeckenden 5G-Ausbau voranzutreiben. Zudem möchten sie
sich für die Schaffung von Gigabit-Schwerpunkten einsetzen, um den Rheingau-Taunus-Kreis als
Standort für moderne und digitale Unternehmen attraktiver zu machen. Abschließend fordert die Junge
Union auch, die Verwaltungen zu modernisieren. So soll es in Zukunft möglich sein, alle
Verwaltungsakte digital anzustoßen und kontaktlos durchzuführen. In ihrem Programm fordert die
Jugendorganisation daher, die Verwaltung „zur flexiblen Servicestelle der Bürger“ auszubauen. Der
Programmentwurf, der durch den Kreisvorstand eingebracht wurde, wurde einstimmig beschlossen.
„Insgesamt haben wir heute ein innovatives und ehrgeiziges Programm vorgeschlagen, für das es sich
lohnt zu kämpfen. Wir werden ob der Pandemie einen besonderen Kommunalwahlkampf erleben. Diese
Herausforderung nehmen wir an. Wir sind diejenigen, die die Zukunftsthemen besetzen. Deswegen
werden wir mit Mut und Zuversicht in den Kommunalwahlkampf gehen“, kommentiert Brandscheid den
Beschluss über das JU-Wahlprogramm.

Im Rahmen der Versammlung, an der auch der Hessische Innenminister, Landtagsabgeordnete und
ebenfalls JU-Ehrenkreisvorsitzende Peter Beuth sowie der Generalsekretär der CDU Hessen, Manfred
Pentz MdL, teilnahmen, wurde darüber hinaus der Listenvorschlag der Jungen Union zur Neuwahl des
Kreistages beschlossen. Die Delegierten wählten den Kreisvorsitzenden Lukas Brandscheid
(Heidenrod) dabei zum Spitzenkandidaten für die anstehende Kommunalwahl. Auf der insgesamt 18
Personen umfassenden Liste folgten zudem auf den Plätzen zwei bis fünf JU-Landesvorstandsmitglied
Sebastian Willsch (Hohenstein), Ariane Gotscher (Hohenstein), Alexandra Unger (Geisenheim) sowie
René-Alexander Leichtfuß (Waldems).

In seinem Grußwort dankte der Generalsekretär der CDU Hessen, Manfred Pentz, der Jungen Union für
die Einladung und die gelungene Veranstaltung: „Mit viel Arbeit, einer akribischen Vorbereitung und
der Disziplin aller Teilnehmer habt Ihr es geschafft, auch unter schwierigen Gegebenheiten die Weichen
für die anstehende Wahl zu stellen. Hierzu möchte ich gratulieren, die Veranstaltung ist beispielhaft,
wie politische Arbeit unter den derzeitigen Gegebenheiten möglich gemacht werden kann“, so Manfred
Pentz.

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